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30 August 2016

Almabtrieb im Zillertal

ALMABTRIEB IM ZILLERTAL: DIE RÜCKKEHR DER TIERE INS TAL

Ein österreichischer Brauch im Oktober

Der erste Samstag im Oktober widmet sich im Zillertal einer langen Tradition: dem Almabtrieb. Mit Blumen und Glocken geschmückt werden die Tiere nach dem Sommerurlaub wieder ins Tal geführt. Für das riesige Spektakel – auch Viehscheid genannt – treffen sich jedes Jahr bis zu 17.000 Gäste. Es wird musiziert, gegessen und getrunken. Mit dabei ist Jungbauer Georg Rahm, der von den insgesamt 400 Kühen 25 sein eigen nennen kann. In einem Interview erfahren wir mehr über die Hintergründe des österreichischen Brauches und dem Almabtrieb im Zillertal.

Bis zu 17.000 Gäste besuchen den Zillertaler Almabtrieb.

Warum werden die Tiere im Frühling überhaupt auf die Alm getrieben?

„Den Brauch gibt es deshalb, weil die Futterfläche daheim zu klein ist. Das Heu brauchen wir für den Winter, außerdem ist das junge, frische Gras auf der Alm gesünder und die Milch besitzt eine bessere Qualität. Wir sind vier Bauern mit einer Gemeinschaftsalm, wo sich 84 Kühe aufhalten und die Futterflächen gleichmäßig verteilt sind.

Früher wurde das Vieh vom Tal bis auf die auf 1.600 Metern gelegene Hochalm getrieben.

Heute bringen wir die Kühe mit dem LKW bis zur Niederalm, wo die Straße dann leider aufhört.“

Mit dem Binden der Büsche wird zwei Wochen vor dem Event angefangen.

Wie gestaltet sich das Leben auf der Alm?

„Ziemlich einsam, beschwerlich und immer noch wie vor 50 Jahren. Mit Idylle hat das wenig zu tun. Ohne Erschließung wird der Sommer auf der Hochalm wohl bald aufhören. Seit Jahren wird darüber diskutiert, dass zum Erhalt der Almen ein Zufahrtsweg unbedingt notwendig ist, was bisher jedoch am Naturschutz scheitert. Wir tragen heute noch die Milch in schweren Aluzubern herunter bis zur Milchleitung bei der Seilbahnstation. Zum Melken verwenden wir einen Dieselmotor und zum Kochen Holz.“

Die Kühe kommen beim Almabtrieb im Zillertal prächtig geschmückt zurück – wie viel Aufwand steckt dahinter?

Die Vorbereitungen zum Binden der Büsche dauern sicher eine Woche. Die Zweige müssen im Wald gesammelt und der Blumenschmuck zurechtgesteckt werden. Natürlich dürfen auch Heiligenbilder nicht fehlen, damit bedanken wir uns beim heiligen St. Leonhard, dem Viehheiligen der Nutztiere, für einen unfallfreien Sommer auf der Alm. Bis zu zehn Helfer kommen dann am Tag des Viehscheids auf die Alm und unterstützen uns beim Schmücken. Das Vieh weiß übrigens genau, wann es losgeht und ist gleich nervös wie die Melker (grinst).“

 Der Almabtrieb mit Volksfestcharakter hat sich ja erst im Laufe der Jahre entwickelt…

„Mein Opa hat erzählt, dass die Bauern früher bei Nacht und Nebel ihre Kühe durch den Ort führen mussten. Damals war ein Viehscheid nicht gern gesehen, da die Kühe ja Spuren mit ihren Fladen hinterlassen. Im Laufe der Zeit säumten sich immer mehr neugierige Gäste auf den Straßen, bis der Tourismusverband Ende der 90er Jahre aus dem Almabtrieb eine Veranstaltung mit Rahmenprogramm initiierte. Seitdem können Urlauber und Einheimische unvergessliche Eindrücke und das unverfälschte österreichische Brauchtum hautnah erleben.“

Stolz führen die Bauern mit ihren Kindern die Kühe ins Tal.

Wie begehen Sie selbst diesen Festtag zur Viehscheid?

„Der Almabtrieb ist für uns der Höhepunkt des Almjahres, den wir gemütlich mit Familie, Freunden und Helfern feiern. Wir sagen damit „Danke“, dass unser Vieh wieder gesund ins Tal zurückgekehrt ist.

Die schlimmsten Feinde auf der Alm sind Hagel und Schneefall – auch im Sommer – aber auch Blitzschlag und zu steile Hänge, wo Kühe abstürzen können.

Daher sind wir jedes Jahr sehr dankbar, wenn alles gut gegangen ist.“

Der Beitrag Almabtrieb im Zillertal: Die Rückkehr der Tiere ins Tal erschien zuerst auf Mayrhofen Magazin.

www.zillergrund.at/kontakt/buchen.html

 

 


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